T³
Weißer Nebel

Kollaboration

Weißer Nebel

TypKollaborationStatusArchivFormatphysisches TheaterJahr2026OrtTheater Bremen, Bremen
втратапамʼятьдімвійнаколаборація

Weißer Nebel (White Veil) ist eine Performance des physischen Theaters, entstanden zum dritten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Die Arbeit erkundet Erinnerung, Verlust und die Frage, wie Menschen weiterleben, nachdem ihre Welt in ein Davor und ein Danach geteilt wurde.

Die Performance verbindet zwei miteinander verwobene Erfahrungen: junge Menschen, die in der Ukraine die Realität des Krieges leben, und ukrainische Frauen, die nach erzwungener Flucht in Deutschland ihr Leben neu aufbauen. Durch Grenzen getrennt, bewohnen sie dieselbe emotionale Landschaft — Trauer, Warten, Ungewissheit und die Suche nach Verbindung.

Ein langer weißer Weg aus Stoff wird zum zentralen Bild der Performance — Symbol für Übergang, Distanz und den fragilen Faden, der Menschen über Orte und Zeiten hinweg verbindet. Mit Bewegung, visuellen Bildern und physischer Präsenz reflektiert die Arbeit, wie Erinnerung im Körper getragen wird und wie kulturelle Traditionen helfen, Identität in Zeiten des Bruchs zu bewahren.

Statt einzelne Geschichten zu erzählen, schafft Weißer Nebel einen gemeinsamen Raum, in dem Abwesenheit zu Präsenz wird und Erinnern zu einem Akt des Weitergehens.

Das Projekt wurde im Rahmen der Partnerschaft zwischen der Freien Hansestadt Bremen und der Region Odesa (Ukraine) realisiert. Premiere — 24. Februar 2026, Theater Bremen.

Konzept

Die Welt hat sich bereits verändert.
Manche bleiben dort, wo alles geschah. Andere tragen dieselben Erinnerungen über Grenzen.
Zwischen ihnen spannt sich ein weißer Weg.

Entlang dieses Weges tauchen Fragmente des Alltags auf: unbeantwortete Briefe, unterbrochene Gespräche, Stille, vertraute Rituale, Gesten der Fürsorge — und Erinnerungen, die sich weigern zu verschwinden.

Ein Rabe schaut zu.
Er urteilt nicht und greift nicht ein. Er bezeugt. Er erinnert sich.

Die Performer:innen bewegen sich durch eine Landschaft, in der der Körper zum Archiv von Verlust, Widerstandskraft und Hoffnung wird. Einzelne Geschichten verschmelzen zu einer gemeinsamen Erfahrung, in der Entfernung die Menschen nicht mehr trennt, sondern die unsichtbaren Fäden sichtbar macht, die sie weiter verbinden.

Der weiße Schleier verwandelt sich allmählich von einem Hindernis in einen Weg.
Die Erinnerung hält die Menschen nicht mehr fest.
Sie erlaubt ihnen weiterzugehen.

Künstlerisches Team

  • Künstlerische Leitung — Yevheniia Lushtein
  • Regie — Aliona Ponomarenko
  • Produktionspartner — Theater Bremen
  • Produktion — T³ Physical Theatre

Performer:innen

  • Yevheniia Lushtein
  • Aliona Ponomarenko
  • Mariia Zhurachenko
  • Marharyta Liashevych
  • Maksym Novhorodskyi
  • Oles Artiukh

Partner

  • Theater Bremen
  • Freie Hansestadt Bremen
  • Gebietsverwaltung Odesa
  • Stiftung Solidarität Ukraine
  • Bremische Evangelische Kirche
  • Bab Maria
  • Starter

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